15. April 2008
…von Australien. Dort hat die Regierung über ihr Australian Greenhouse Office bzw. das Geoscience Australia sämtliche Daten zu konventionellen und regenerativen Energiekonversionsanlagen ins Internet gestellt. WOW! Was für eine Transparenz. Da können sich die deutschen (und europäischen) Behörden eine Scheibe abschneiden!
So kommt es, daß mit einem Schlag mittlerweile weit über 1.000 Einträge in der WikiEnergy-Datenbank zu finden sind. Ich konnte es erst gar nicht glauben, daß ich die australischen Daten auch tatsächlich nutzen darf (Urheberrecht). Aber per E-Mail wurde mir bestätigt, daß man dort kein Problem mit der Veröffentlichung hat.
Leider wird es wohl noch eine Weile dauern, bis ich WikiEnergy auch auf Englisch anbieten kann…
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04. April 2008
Ja – in Zeiten eines Umbruchs passieren viele Dinge, von denen die Außenstehenden manchmal nichts mitbekommt. Die letzten Wochen wurde viel geackert und jetzt SIEHT man einige Veränderungen.
Ab heute wird bei den Einträgen zwischen einzelnen “Lebensphasen” der technischen Anlagen unterschieden. Da sich der Energiemarkt rasant verändert und viele Kraftwerke aus Altersgründen außer Betrieb genommen werden müssen macht solch eine Unterteilung in meinen Augen Sinn. Somit können nun auch die Kohlekraftwerke Moorburg und Mainz, die gerade heftig in der politischen Diskussion sind, dargestellt werden.
Außerdem ist es nun möglich, sich direkt zu den Bildern, die (von mir) bei Panoramio eingestellt wurden, verlinken zu lassen. Manch einer mag sich fragen, warum ich keinen eigenen Bilderdienst anbiete. Doch wie schon anderer Stelle erläutert, geht das aus Speichermangel und rechtlichen Gründen nicht so einfach. Vielleicht später einmal.
Weitere Änderungen werden in den nächsten Tagen folgen. Aber alles schön langsam, Schritt für Schritt.
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18. März 2008
… muß natürlich alles zugehen, wenn man sich im Internet präsentiert. Mich damit zu beschäftigen, nimmt mehr Zeit in Anspruch, als ich je gedacht hätte. Daher schiebe ich erst einmal eine ganz ruhige Kugel und werde wieder verstärkt aktiv, wenn alles seine Richtigkeit hat.
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06. März 2008
Ich hatte letztens dienstlich einen Vortrag vor jungen Leuten zu halten, in dem es ganz allgemein um das Thema “Energie” ging. In diesem Vortrag behandele ich auch die geschichtliche Entwicklung der Energienutzung. Denn erst wenn man sich vor Augen hält, wie seit alters her vor allem die Muskelkraft von Mensch und Tier zur Verrichtung vielfältigster Arbeiten genutzt wurde, kann man erahnen, welche wirtschaftliche und politische Bedeutung die heutige Energieversorgung hat.
Die erste technische Ausnutzung eines Energieträgers war die Kraft des fließenden Wassers. Schon in der Antike wurden Wasser-Schöpf-Räder zur Bewässerung eingesetzt, später hat man dann vor allem Mahlsteine mit Wasserrädern angetrieben. Und energetisch betrachtet haben unterschlächtige Wasserräder immerhin bis zu 35 Prozent Wirkungsgrad. Oberschlächtige Wasserräder, die erst im 14. Jahrhundert in Mitteleuropa ihren Siegeszug antraten, konnten etwa 75 Prozent der kinetischen und potentiellen Energie des Wassers in mechanische Arbeit umwandeln. Und heutige Wasserturbinen erreichen (elektrische) Wirkungsgrade von bis zu 95 Prozent!
Es ist natürlich klar, daß man diese Energieform nur dort einsetzen kann, wo man genügende Wassermengen mit entsprechenden Fallhöhen vorfindet. Wie man am Drei-Schluchten-Staudamm in China sieht, ziehen solche Projekte auch große ökologische und soziale Probleme nach sich. Daher sind auch die Ausbaupotentiale, gerade in Mitteleuropa, begrenzt. Schön finde ich dann, wenn alte Wasserkraftwerke revitalisiert werden, wie z.B. das Weserkraftwerk in Bremen. Aber auch in Thüringen sind erst vor wenigen Jahren einige Kraftwerke, z.B. an der Werra in Thüringen, erneuert worden – diese Anlagen finden sich auch bei WikiEnergy.
Bis zur “Entdeckung” der Wasserkraft hat der Mensch lange gebraucht. Die Nutzung der Windkraft kam dann viel später (Mittelalter) und erst seit ca. 200 Jahren, nämlich seit der industriellen Revolution, wird etwas verbrannt, um daraus letztlich mechanische Energie zu “gewinnen”. Doch dieses Verbrennen hat uns erst das Leben ermöglicht, wie wir es heute (in den Industrieländern) als selbstverständlich erachten. Möchten wir dieses Leben aufgeben?
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03. März 2008
War das ein Wochenende: Sturmtief “Emma” zog über das Land. Das sind dann solche Tage, an denen ich den einen oder anderen Gehirnsturm (Brainstorming) durchlebe.
Die Höchstgeschwindigkeiten der Böen lagen wohl gerade so an der Grenze dessen, was die Windräder so aushalten, bevor sie sich automatisch abschalten. Das bedeutet, daß endlich einmal die über 20 Gigawatt installierte Windleistung in Deutschland nahezu flächendeckend voll zum Tragen kommen konnten. Denn meist dümpeln die Windturbinen ja so vor sich hin. Doch diesmal können sie zeigen, was sie drauf haben.
Und diese Leistung drängt nun in die deutschen Stromnetze – von unten nach oben, also von den Verteilnetzen der Mittel- und Hochspannung in die Übertragungsnetze der Höchstspannung. Da ist dann mächtig was los auf unseren Stromautobahnen. Zum Glück sind ja die Netzbetreiber verpflichtet, für genau diese wenigen Stunden der Windhöchstlast ihre Netze auszubauen. Das kostet natürlich Geld, was die Netzbetreiber ausgeben würden, ließe man sie ihre Planungen umsetzen. Dennoch bleibt für mich die Frage der volkswirtschaftlichen Verhältnismäßigkeit, wenn viel technischer und finanzieller (Stahlpreis für Masten und Seile) Aufwand für wenige Stunden Windvollast betrieben wird.
Während bei soviel Windstrom im Netz die konventionellen Kraftwerke gedrosselt gefahren werden müssen (es ist ja auch noch Wochenende), müssen die Kraftwerke trotzdem das Netz mit Blindleistung speisen, was die meisten Windkraftanlagen gar nicht können, damit der Windstrom überhaupt fließen kann. Zusätzlich sind die “großen” Kraftwerke in Warteposition, sollte der Wind doch einen Tick zu stark werden und die Windräder wegen ihrer Abschaltautomatik vom Netz gehen.
Es möchte schließlich niemand in Deutschland ohne Strom dasitzen. Und Geld soll der gefälligst auch kaum kosten. Und überall diese Windparke, die die Landschaft verschandeln, möchte auch keiner mehr sehen. Und CO2 soll natürlich auch nicht mehr so viel emittiert werden. Na, und Kernkraft schon gar nicht! Aber ansonsten geht’s uns gut – danke der Nachfrage.
Meiner Meinung nach führt langfristig gesehen kein Weg am verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien vorbei. Doch bitte mit Augenmaß! Irgendwie scheinen sich die Deutschen mit Fragen der Integration prinzipiell schwer zu tun. Dabei ist technisch viel möglich – nur muß es eben richtig organisiert werden. Kann das bei diesen Strukturen im Energiemarkt gelingen?
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29. Februar 2008
Da kann ich nur staunen: hat doch sich doch tatsächlich jemand die Mühe gemacht und fast alle 23 Staustufen des Lech, der in Österreich entspringt, bei WikiEnergy eingetragen. Meine Hochachtung! Da kann ich mit meinem Vorhaben, die paar Staustufen der Mosel komplett eintragen zu wollen, nicht mithalten.
Wenn man sich anschaut, wieviel elektrische Leistung aus diesem Fluß herausgeholt werden kann (mehr als 250 MW), dann ist das soviel wie ein halber Kraftwerksblock oder etwa 100 Windkraftanlagen! Bloß: diese Leistung ist schon seit langer Zeit da! Also als noch niemand nach dem verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien sprach, weil es diesen Begriff in der heutigen Form noch gar nicht gab.
Und wenn man das zu Ende denkt, fällt auf, daß die Wasserkraft auch keine großen Potentiale zum Ausbau mehr hat. Denn es ist klar, daß jeder Eingriff in ein Flußsystem Folgen auf die gerade vorhandene Uferrandvegetation und die Fauna um und am Fluß haben wird. Und wir brauchen Flüsse! Nicht nur Rinnen oder Kanäle.
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27. Februar 2008
Als hätten die Menschen in den USA nicht gerade anderen Sorgen, quälte auch noch ein Stromausfall in Florida ca. 2,5 Mio. Menschen. Als Grund wurde in den Nachrichten ein überhitztes Umspannwerk genannt, das in Brand geraten war. Daraufhin haben sich das (direkt danebenliegende) Atomkraftwerk Turkey Point und zwei weitere Kohlekraftwerke vom Netz getrennt und selbständig abgeschaltet.
Diese Nachricht hat spontan bewogen, dieses AKW auf der Karte zu suchen und es bei WikiEnergy einzutragen. Bei der Recherche bin ich glücklicherweise auf einen kmz-File für Google Earth gestoßen, der gleich alle AKW’s der USA in Google Earth anzeigt – leider ohne technische Angaben, die ich mir dann mühsam von wikipedia zusammenklamüsern muß – später dann mal…
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24. Februar 2008
Dies hier ist der Anfang eines Weblogs, in dem ich im wesentlichen meine Gedanken zu WikiEnergy, dem weltweit freien Online-Energieatlas, und dem damit verbundenen großen Thema Energie der Internetwelt hinterlassen möchte.
WikiEnergy ist nun seit gut einer Woche online und ich hatte in zwei Foren, bei Xing und bei Groundspeak, zwei Testballons steigen lassen, um zu sehen, inwieweit dieser Altas der Energieanlagen ankommt. Ich muß sagen, daß es sich für’s erste gelohnt hat. Gerade aus dem süddeutschen Raum, wohin ich nicht so schnell hinkomme, gab es fleißige Einträger. Danke an dieser Stelle.
Natürlich bleibt für mich selbst noch einiges zu tun: zwar habe ich alle in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraftwerke und einige europäische zu WikiEnergy hinzugefügt. Auch sind alle Energiekonversionsanlagen von Vattenfall Europe drin. Doch nun geht es an die vielen großen Kraftwerke von E.ON, RWE und EnBW. Die finden sich zwar alle mit Koordinatenangaben bei wikipedia in der Liste der Kraftwerke. Aber es ist eben noch ein Stückchen Arbeit, die nach und nach bei WikiEnergy zu erfassen.
Und wenn das abgeschlossen ist, habe ich mir vorgenommen, alle weltweit in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke einzutragen, solange ich sie bei Google Earth finden kann. Dann die großen Wasserkraftwerke, von denen die beiden größten, also leistungsstärksten, schon dabei sind: Drei-Schluchten-Staudamm in China und Itaipú an der Grenze zwischen Brasilien und Papaguay.
Und dann sind da ja noch die vielen, vielen Windparks, von denen es ja hier in Brandenburg auch recht viele gibt und die noch mehr werden könnten…
Ich bin gespannt, wie WikiEnergy und Co. von der Internet- Gemeinschaft aufgenommen wird.
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