Da kann ich nur staunen: hat doch sich doch tatsächlich jemand die Mühe gemacht und fast alle 23 Staustufen des Lech, der in Österreich entspringt, bei WikiEnergy eingetragen. Meine Hochachtung! Da kann ich mit meinem Vorhaben, die paar Staustufen der Mosel komplett eintragen zu wollen, nicht mithalten.
Wenn man sich anschaut, wieviel elektrische Leistung aus diesem Fluß herausgeholt werden kann (mehr als 250 MW), dann ist das soviel wie ein halber Kraftwerksblock oder etwa 100 Windkraftanlagen! Bloß: diese Leistung ist schon seit langer Zeit da! Also als noch niemand nach dem verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien sprach, weil es diesen Begriff in der heutigen Form noch gar nicht gab.
Und wenn man das zu Ende denkt, fällt auf, daß die Wasserkraft auch keine großen Potentiale zum Ausbau mehr hat. Denn es ist klar, daß jeder Eingriff in ein Flußsystem Folgen auf die gerade vorhandene Uferrandvegetation und die Fauna um und am Fluß haben wird. Und wir brauchen Flüsse! Nicht nur Rinnen oder Kanäle.
Hallo Lars,
Danke für die Blumen!
Da ich direkt (na ja, 200 m Luftlinie) am Lech wohne, war das sozusagen eine Heimspiel. Tatsächlich sind bis auf das Kraftwerk der Füssener Textil AG (da hab ich nioch keine Leistungsdaten) alle 23 Kraftwerke zwischen Österreich und Augsburg erfasst – 5 der ursprünglich geplanten 25 wurden nie gebaut, dafür werden 2 weitere nicht in der Reihe gezählt. Bis zur Einmündung in die Donau fehlen mir auch noch 10 Stück.
Die jüngste der Staustufen wurde erst 1981 fertiggestellt, ist also noch gar nicht soo lange her. Und ja, die Eingriffe durch eine Staustufe sind recht drastisch – der Unterschied zwischen dem ungezähmten Lech in Tirol und der deutschen Seite sind gewaltig.
Gruß aus dem Paradiesgarten!
Michael